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SPAMMER- HAMMER |
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![]() 25.04.2003 |
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Das Geschäft mit dem Abstimmungs-Fax
Von Thomas Wanhoff Frankfurt. Das Thema berührt: „Dürfen Hunde und Katzen für Mode getötet werden?" fragt die Initiative „Ihre Stimme zählt" per Fax und bittet auch gleich, ein Kreuzchen zu machen gegen die Tötung von Tieren oder eben dafür. Auf jeden Fall soll der Faxempfänger die Antwort zurückschicken -sie würde dann weitergeleitet an den Tierschutzverband, Tageszeitungen und sogar Bundeskanzler Schröder. Der Haken: Das Rückfax kostet 1,86 Euro die Minute und wird über eine kostenpflichtige 0190-Nummer berechnet. Faxe dieser Art gehen derzeit an viele, auch private Nummern. Die Masche: Mit einem emotionsgeladenen Thema das schnelle Geld machen. Der Mann, der hinter den Faxen steckt, ist kein Unbekannter: Er heißt Berthold Fellhauer und hat schon einige dieser Aktionen gestartet. So zum Beispiel zum Thema „Folter zur Erzwingung von Auskünften soll erlaubt sein" oder „Besitzt Saddam Hussein chemische Waffen und wird er sie einsetzen?" Diejenigen, denen die Ergebnisse präsentiert werden sollen, wissen aber gar nichts davon: „Herr Bütikofer hat die Aktion ,Folter zur Erzwingung von Auskünften' weder unterstützt, noch sein Einverständnis zu der Verwendung seines Namens erklärt. Er ist nicht über die Aktion informiert gewesen oder war auch in sonstiger Weise nicht in das Projekt invol-viert", sagt ein Sprecher der Grünen. Der Internetdienst „Spammer-Hammer" verfolgt die Aktivitäten Fellhauers schon länger. Sein Unternehmen hat den Sitz in Dominica, einer kleinen karibischen Insel, die Internetseiten werden von Rumänien aus gesteuert. Wer mehr wissen will über Herrn Fellhauer, muss eine 0190-Nummer wählen. Verboten ist eine Abstimmung über eine 0190er-Nummer nicht, allerdings ist der Versand von Werbefaxen rechtswidrig. Und genau an diesem Punkt können Verbraucher ansetzen. Die Regierungsbehörde hat die Rückfaxnummer an eine Frankfurter Firma vergeben, die sie weitervermietet hat: die Colt Telecom GmbH. Diese ist zwar nicht direkt verantwortlich, muss aber auf Beschwerden über einen ihrer „Mieter" reagieren. Das schreibt die Telekommunikations-Kundenschutzverordnung vor. Thomas Seeger von Colt: „Wir sind in diesem Fall auch schon tätig geworden, eine Abmahnung läuft bereits." Das Unternehmen sei Mitglied bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Telefonmehrwertdienste, deren Codex solche Spam-Faxe verbiete. „Der Verein verfolgt unlauteren Wettbewerb nach seiner Wahl gerichtlich und außergerichtlich" steht dort unter anderem geschrieben. Dort gibt es auch Tipps und Informationen zu unverlangt erhaltenen Faxen, 0190-Dialern und wie man den Inhaber solcher Telefonnummern herausbekommt. Internetadressen: |
| Quelle: http://rmn.de |